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Konferenz der Großstadtjugendringe 2016

vom 15.-17. April in Dortmund

Thema: Arbeit mit jungen Geflüchteten in Jugendringen und Jugendverbänden

Schon seit längerem, aber insbesondere innerhalb des letzten Jahres, beschäftigt der Zustrom von Geflüchteten unterschiedlicher Herkunft und Geschichte unsere Gesellschaft. Auch die Jugendringe und Jugendverbände sind in mannigfacher Weise mit dem Thema befasst. Wir nehmen dies zum Anlass, uns innerhalb der Konferenz zu dem Thema „Junge Geflüchtete in Jugendringen und Jugendverbänden“ auszutauschen und uns inhaltlich genauer damit auseinanderzusetzen.

Impuls 1: Heinz Drucks (Mitglied im Vorstand des Flüchtlingsrates NRW)
“Was brauchen junge Geflüchtete?”
Uhr Impuls 2: Andreas Bierod (Geschäftsführer der Malteser in der Erzdiözese
Paderborn)
“Erfahrungen aus der praktischen Arbeit in Flüchtlingsunterkünften”

Politische Positionierung der Konferenz der Großstadtjugendringe zur Arbeit mit jungen Geflüchteten

Jugendringe positionieren sich


Jugendringe und Jugendverbände sind Interessensvertreter aller Kinder und Jugendlichen, dazu gehören selbstverständlich auch junge Geflüchtete. Jugendringe wissen um die Vielfalt und Unterschiedlichkeit ihrer Mitgliedsverbände und ermutigen sie, in der Arbeit mit jungen Geflüchteten aktiv zu werden. Jugendringe und Jugendverbände verstehen sich nicht als Ausfallbürge für fehlende professionelle Angebote. Die Beteiligung geflüchteter Kinder und Jugendlicher sehen wir nicht als Konkurrenz zu oder Verdrängung von bestehenden Angeboten, sondern als Öffnung und Weiterentwicklung und Ergänzung unserer Arbeit.

Ressourcen – Was wir können:

Fluchtursachen auch zum Thema machen

  • Durch verlässliche und kontinuierliche Angebote bieten wir Stabilität und Normalität. Demokratische Strukturen und eine hohe Transparenz unserer Arbeit vermitteln auch Menschen, die belastende Erfahrungen gemacht haben, Sicherheit.
  • Jugendverbände machen bereits vielfältige qualifizierte Angebote.
  • Jugendringe und Jugendverbände wissen um die besonderen Anforderungen der Arbeit mit jungen Geflüchteten.

Unsere Forderungen:

  • Für junge Geflüchtete gilt uneingeschränkt die UN-Kinderrechtskonvention. Ebenso haben sie Anspruch auf alle Leistungen und den Schutz des SGB VIII.
  • Die Zuständigkeit/Ansprechbarkeit der kommunalen Behörden muss vereinfacht werden und es müssen Strukturen hergestellt werden.
  • Wir erwarten, dass Jugendverbänden mit ihren Angeboten als Partner in der Arbeit mit jungen Geflüchteten wahrgenommen werden.
  • Die Kommunen nehmen erreichbare Ansprechpartner*innen für Ehrenamtliche in die Leistungsbeschreibungen von Trägern von Flüchtlingseinrichtungen auf.
  • Wir fordern eine Finanzierung der langfristigen und zusätzlichen Arbeit.
  • Jugendringe und Jugendverbände benötigen Zeit zur Entwicklung, Etablierung und Qualifizierung von Angeboten.
  • Wir fordern eine flexible und bedarfsgerechte Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit.

    Positionspapier mit einer Enthaltung angenommen

Dortmund, den 17.04.2016

Großstadtjugendringe beim 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Vom 7.-9. Juni auf der Landesmesse Stuttgart

Unter dem Motto „Kinder-Jugend-Zukunft: Perspektiven entwickeln – Potenziale fördern!“  mit interessanten Themen in den über 200 Fachveranstaltungen und Fachforen

u.a.

- “Interkulturelle Öffnung von Jugendverbänden”

- “Partizipation von Migrantenjugendorganisationen in Deutschland”

- “Kooperation Jugendarbeit und Schule in Baden Württemberg”

Besuchen Sie den Stadtjugendring Stuttgart in der Fachmesse am Stand 385 der Großstadtjugendringe.

Wir sind auch mit einer Bustour mit dem Thema “Auf den Spuren des Dritten Reiches” im Rahmen der Politisch-historischen Jugendbildung dabei.

Tour 11 am Mittwoch, 8. Juni, Abfahrt 13 Uhr  Messe (Rückkehr ca. 17 Uhr)

Der Einritt ist frei.

Das ganze Programm der Fachmesse als Link unter www.sjr-stuttgart.de