Ringtagung 2014 Bielefeld

Dokumentation der Konferenz der Großstadtringe 2014 in Bielefeld

„STADT(TEIL)-ENTWICKLUNG IN DER MIGRATIONSGESELLSCHAFT AUS SICHT DER JUGENDARBEIT“ war das Thema der Konferenz der Großstadtjugendringe, die vom 21.-23. März 2014 in Bielefeld stattgefunden hat.
Der übliche Blick auf Stadtteile, die als „soziale Brennpunkte“ gelten, ist ein problematisierender Blick. Solche Stadtteile gelten als Orte von „Anderen“, nämlich Mitgliedern unserer Gesellschaft, die aus der allgemein akzeptierten Norm vermeintlich herausfallen.Was bedeutet ein solcher Blick für die Partizipationschancen Jugendlicher in „Problemvierteln“ – selbst wenn sie selber ihr Quartier als gar nicht problematisch empfinden? Welche Lebensstrategien und Praktiken der Selbstverortung entwickeln sie unter einer solchen, defizitorientierten gesellschaftlichen Wahrnehmung ihres eigenen Lebens? Was können Jugendarbeit und Jugendpolitik dafür tun, einen undifferenzierten Blick zu erweitern; zum Beispiel, wenn immer wieder in einem Atemzug mit Kennzeichen von „Problem“-Stadtteilen wie „mangelhafte Infrastruktur“, „Drogen und Gewalt“ auch „hoher Migrantenanteil“ genannt wird – und dieses damit zur Stigmatisierung einer ganzen Bevölkerungs- gruppe, nämlich Menschen mit Migrationsgeschichte, beiträgt?

Diese Fragen waren Thema bei der Konferenz der Großstadt- jugendringe in Bielefeld zu „Stadt(teil)-Entwicklung in der Migrationsgesellschaft aus Sicht der Jugendarbeit“, die den differenzierten Blick stärken wollte. Die Leistung der Jugendarbeit ist in dieser Hinsicht neu zu bewerten und zu fördern. Mit dieser Broschüre protokollieren wir nicht die Gesamtergebnisse der Tagung, sondern veröffentlichen den gehaltenen Fachvortrag „Orte der Anderen“. Wir wünschen uns, dass er als Impuls für eine ehrliche Auseinandersetzung mit Heterogenität in unserer vielfältigen Gesellschaft wirkt.

Die komplette Dokumentation gibt es hier: Konferenz_Großstadtjugendringe_2014