Heiße Bildungsplandiskussion in Baden-Württemberg

Vielfalt im Unterricht
Was sagt der Stadtjugendring Stuttgart dazu?
Akzeptanz muss im Bildungsplan verankert werden!!!

Der Stadtjugendring Stuttgart als Dachverband von 55 Jugendorganisationen in Stuttgart spricht sich für eine Anpassung des Bildungsplans an die gesellschaftliche Wirklichkeit aus. „Seit Jahren diskutieren wir traditionelle Geschlechtsrollenmuster und wollen Mädchen wie Jungen in beide Richtungen neue Perspektiven eröffnen“ so der Vorsitzende des Stadtjugendrings, Jörg Titze. „Darin haben auch Lesben, Schwule, Trans- und Intersexuelle ihren Platz. Diese Offenheit ist nicht selbstverständlich und muss immer wieder eingeübt werden“, so Titze weiter und verweist auch auf Satzung und Leitbild des Stadtjugendrings.
Die Schulen im Land sind dazu zentrale Dreh- und Angelpunkte, weil sie immer mehr Lebensraum bei Kindern und Jugendlichen einnehmen werden. Wer bereits in der Kindheit darauf aufmerksam gemacht wird, dass die Lebenswirklichkeit vielfältiger ist, als die Reduzierung auf die traditionelle Familie, tut sich im gesellschaftlichen Zurechtfinden erheblich leichter. Auch in der sozialen Interaktion ist die Hemmschwelle zu anderen Menschen, die nicht dem eigenen Geschlechtsrollenmuster entsprechen, leichter zu überwinden. Dies ist eine wesentliche Grundlage für gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung. Gerade deshalb braucht es einen Bildungsplan, der die gesellschaftliche Wirklichkeit ohne Geschlechtsrollenzuschreibungen und Wertigkeitsrangfolgen darstellt und Schülerinnen und Schüler auf eine komplexe Gesellschaft mit vielen unterschiedlichen Anforderungen vorbereitet.

Dieser Beitrag wurde unter Interkultur, Jugendpolitik, Jugendverbandsarbeit, Partizipation veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.