Archiv für März 2012

Fonds Soziokultur vergibt Fördermittel im Bereich Inklusion

Der Fonds Soziokultur schreibt im zweiten Halbjahr 2012 einen Wettbewerb für die besten Projektideen zum Thema “Inklusion” aus. Gefördert werden Projekte, die sich mit dem Thema auf ungewöhnliche Weise auseinandersetzen und die Bedeutung kultureller Teilhabe und sozialer Partizipation herausstellen.

Mit dem Wettbewerb soll deutlich gemacht werden, dass künstlerische Produktionsprozesse die Gesellschaft insgesamt verändern können, wenn sie den Alltag aus ungewohnter Perspektive zum Thema machen. Für die Projektförderung stehen insgesamt ca. 420.000 Euro zur Verfügung. Ein Teil davon wird an Projekte zum Thema Inklusion vergeben. Sie sollen sich an den Fähigkeiten und Begabungen von behinderten Menschen orientieren und ihnen Gelegenheit geben, ihre kreativen Potenziale zu entwickeln und zu fördern. Alle Projekte sind anschließend automatisch für den mit 10.000 Euro dotierten Innovationspreis Soziokultur nominiert.

Der zweite Teil des Fonds wird an soziokulturelle Projekte vergeben, die sich nicht ausdrücklich dem Leitthema widmen, aber Modellcharakter besitzen. Sie sollen neue Praxis- und Aktionsformen in der Soziokultur entwickeln und erproben. Einsendeschluss für Projektideen ist der 1. Mai 2012.
Die Ausschreibung und Antragsformulare gibt es hier oder beim:

Fonds Soziokultur e.V.
Weberstraße 59a
53113 Bonn
Fon: 0228.971 447 90
Fax: 0228.971 447 99
E-Mail: info@fonds-soziokultur.de
Web: www.fonds-soziokultur.de

Völlig vernetzt! Digitale Jugendkulturen im Web 2.0 – Chancen für die Jugendarbeit

„Ich bin drin. So einfach ist das !?“ Diese Redewendung von Boris Becker in  der AOL-Werbung der 90er Jahre  mutet  heute, in Zeiten orts- und zeitunabhängiger Internetnutzung,  fast hinterwäldlerisch an. Mittlerweile sind über 70 Prozent der Deutschen und bereits alle Jugendlichen regelmäßig online. Facebook, Google, Youtube und Co  sind faszinierende Begleiter ihrer Jugend. Das Web 2.0 und die Fülle an Social Media-Anwendungen ermöglicht Selbstdarstellung, permanente Vernetzung mit der eigenen Peergruppe und endlose Informationsvielfalt.

Der Fachtag unter dem Titel: “Völlig vernetzt! Digitale Jugendkulturen im Web 2.0.- Chancen für die Jugendarbeit” richtet sich an ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus der Jugendverbandsarbeit und der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Düsseldorf und NRW.

Expertenbeiträge dienen der Inspiration, Praxisvorschläge und angeregte Diskussionen runden das Programm an diesem Tag ab. Alle Teilnehmer sind herzlich eingeladen, sich und ihre Meinung konstruktiv, interaktiv und provokativ in einem Educamp und einer anschließenden „Fishbowl“-Diskussion einzubringen. Selbstverständlich werden wir diese Veranstaltung ergänzend online begleiten und dokumentieren.

Medienbildung wird zur vierten Kulturtechnik. Die Jugendarbeit hat den Auftrag ihre Zielgruppe in ihren Lebenswelten beratend, begleitend und unterstützend zur Seite zu stehen – nicht nur analog. Unsere Gesellschaft verändert sich, unsere Zielgruppe verändert sich, unsere Angebote müssen sich auch verändern, wenn wir nicht die Gegenwart verpassen wollen.

Der Fachtag findet am Samstag, den 2. Juni 2012 in der Zeit von 09.30 Uhr bis 18.00 Uhr im Haus der Jugend in der Lacombletstr. 10 in 40239 Düsseldorf statt

http://www.jugendring-duesseldorf.de/fachtag-voellig-vernetzt/

Tagungsprogramm

08.30 Uhr:            Einlass
09.30 Uhr:            Eröffnung durch Achim Radau-Krüger
09.45 Uhr:            „Das ist erst der Anfang – Wie das Web 2.0 unser Leben verändert.“ (Nadine Tournier)
Die Entwicklung des Web 2.0 hat unser privates und berufliches Leben stark beeinflusst. Wir können auf den unterschiedlichsten Wegen im Netz mit unseren Freunden und Bekannten kommunizieren und gegenseitig ohne große Mühe am Leben des Anderen teilnehmen, wir erstellen permanent eigene Inhalte, haben jederzeit Zugang zu allen erdenklichen Informationen und werden vom Kunden zum „Fan“ auf Facebook.
Dieser Einführungsvortrag zeigt auf, wie der Metaprozess der Mediatisierung am Beispiel von Social Media unser Leben bisher verändert hat und mit welchen künftigen Entwicklungen wir bereits heute rechnen können.
10:15 Uhr:            Nachfragen und Diskussion

10.30 Uhr:         Mashup: Jugendarbeit – Herausforderung für eine sozialraumorientierte
Jugendbildungsarbeit (Verena Ketter)
Das Modell einer virealen Sozialraumaneignung ist für die Jugendarbeit erforderlich, um an sich wandelnde Lebenswelten und Sozialraumerfahrungen Jugendlicher anzuschließen und Heranwachsende bei ihren Handlungsaufgaben unterstützen zu können. Für die Kinder- und Jugendarbeit hat dies zur Folge, das alltägliche Medienhandeln Jugendlicher im Web anzuerkennen und für pädagogische Aufgaben nutzbar zu machen

11.00 Uhr:            Nachfragen und Diskussion
11.30 Uhr:            Kaffeepause
12.00 Uhr:            Social Media – junge Chancen für echte Partizipation (Jürgen Ertelt)
Das Internet ist die Elektrifizierung der Gesellschaft. Social Media bieten neue Formen der Kommunikation und der Beteiligung am gesellschaftlichen Diskurs.
Das immanente Demokratisierungspotenzial ermöglicht weitreichende Chancen für Partizipation. Besonders junge Menschen können so in ihrem Engagement angesprochen werden. Die Gelingensbedingungen “verstehbare Informationen, Transparenz und Wirksamkeit”  und die damit verbundenen Herausforderungen an einer „digitalen Jugendbildung“ im Spannungsfeld von Medienkompetenz-Stärkung und politischer Bildung werden an Beispielen dargestellt und diskutiert.
12:30 Uhr:            Nachfragen und Diskussion
12:45 Uhr:            Mittagpause
13.45 Uhr:            Educamp – Sessions
14.30 Uhr:            Beginn der Workshops
16.30 Uhr:            Kaffeepause
17.00 Uhr:            Fish-Bowl-Diskussion zum Abschluss
18:00 Uhr:            Ende der Tagung

Educamp
Wir wollen keine strikte Trennung zwischen Publikum und Referenten. Im Sinne von Tim O´Reilly dem Begründer des Web 2.0 bietet das „Educamp“ am Mittag die Gelegenheit aktiv, kreativ und provokativ an unserer Veranstaltung mitzuwirken. Bei einem Educamp gebt Ihr Themenvorschläge für sogenannte „Sessions“ (Sitzungen), die über ein „Grid“ (Flipchart) von Euch selbst im Laufe des Vormittages koordiniert werden. Spontane oder vorbereitete Beiträge dienen dazu Wissen zu teilen, sich gegenseitig zu inspirieren und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Seid dabei!

Workshops:
WS1:      Sozialraumorientierte Jugendmedienbildung – Methoden, Ansätze und Tools
Aufbauend auf dem Impulsreferat am Vormittag sollen in dem Workshop die technischen Tools für Jugendarbeit im Social Web vorgestellt werden: sozialraumorientierte Methoden -Google Maps, Animoto etc. also eine Anleitung für Eigenproduktionen z.B. auf Online-Landkarten
Referentin: Verena Ketter

WS2:      Social-Media-Strategien für die lokale Jugend(verbands)arbeit
Ist der Einsatz sozialer Medien in der Jugend(verbands)arbeit sinnvoll? Welche Ziele lassen sich mithilfe sozialer Medien erreichen? Wie lässt sich der Erfolg messen? Der Social-Media-Workshop bietet die Grundlagen für den strategischen Einsatz von Facebook, Twitter und Co. Dabei bleibt genug Raum für Fragen und Diskussionen. Neben den technischen Möglichkeiten wird dabei ein Augenmerk auf die Einführung und Betreuung innerhalb der Organisationen gelegt.
Referent: Jona Hölderle

WS3:      Apps für die Jugendarbeit
Apps sind keine Programme sowenig wie mobile Endgeräte mit einem herkömmlichen Computer zu vergleichen sind. Apps sind grafische Oberflächen um die digitale mit der analogen Welt zu verschmelzen. Daraus ergeben sich neue Herangehensweisen, um an seiner Umwelt zu direkt partizipieren, bzw, sie zu gestalten. Und das wiederum sollte die Grundlage für eine medienkompetente Auseinandesetzung mit digitalen Medien sein.
Referent: Guido Brombach

WS4:      Computerspiele in der offenen Jugendarbeit: Mehr als nur daddeln?
Computerspiele gehören längst zum Alltag der Jugendlichen und nehmen einen Teil ihrer Freizeitaktivitäten ein.  Neben klassischen Computerspielen auf dem PC bieten Konsolen und tragbare Geräte jede Menge Möglichkeiten. Diese Möglichkeiten sind den meisten Erwachsenen unbekannt. Der Workshop gibt einen Einblick in die jugendliche Lebenswelt. Welche Spiele es gibt, was die Technik zu bieten hat und welche aktuellen Nutzungstrend es im Bereich der Spiele gibt, wird neben Bezahlsystemen und Grundinformationen über exzessive Mediennutzung und Gewalt in Computerspielen vorgestellt. Gerade im Bereich der “erweiterten Realität” der sogenannten Augmented Reality gibt es viele neue spannende Spielformen.
Diese Spiele können, ebenso wie klassische Computerspiele, in der offenen Jugendarbeit eingesetzt werden. Neben den Rahmenbedingungen, die man beim Einsatz von Spielen in der Jugendarbeit beachten muss, werden konkrete Konzepte für einfach umzusetzende Projekte, die sich an der Lebenswelt der Jugendlichen orientieren vorgestellt.
Referentin: Angelika Beranek

WS5:      Educaching leicht gemacht –  Baukastensysteme zur Entwicklung von lokalen Educaches
Seit dem Winter des letzten Jahres entwickelt ein Arbeitskreis des Jugendringes Düsseldorf ein Baukastensystem für die Erstellung von lokalen Educaches. Educaches sind die konsequente Weiterentwicklung der „elektronischen Schnitzeljagd“ Geocaching. Im Workshop werden die Bausteine und Methoden zur Entwicklung von Educaches für unterschieliche Altersgruppen vorgestellt, Der Workshop wird mit den Teilnehmenden beispielhaft einen Educache in der Düsseldorfer Innenstadt durchspielen und evt. einen kleinen Educache rund um das Haus der Jugend modellhaft entwickeln.
Referentin und Referenten: Ursula Krüger, Max Kreuzwieser und Torben Stichling

Referentinnen und Referenten:

Guido Brombach studierte Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung an der Universität Essen und absolvierte ein Lehramtstudium für die Fächer Chemie und Pädagogik, das er 2001 als Dipl. Erziehungswissenschaftler abschloss. Guido Brombach war von 2001 bis 2006 pädagogischer Assistent im DGB Bildungswerk für den Bereich Computer und multimediale Kommunikation und ist Betreiber des Dotcomblogs. Seit 2007 ist er Leiter des Kompetenzzentrums Digitale Kommunikation, Lernen und Medien des DGB Bildungswerks, Hattingen.

Angelika Beranek arbeitet seit 2005 bei der Stadt Neu-Isenburg in der medienpädagogischen Jugendeinrichtung Infocafe (www.infocafe.org). Seit 2008 leitet sie das Mediensuchtpräventions – Modellprojekt “Be your Gamemaster” und befasst sich intensiv mit Computerspielen. Hierbei werden sowohl die positiven als auch die kritischen Seiten der Spiele betrachtet. Sie ist sowohl Koordinatorin des Fachforums Mediensucht Hessen als auch Jury Mitglied beim Cpmputerspielsiegel “Games Wertvoll”. Darüber hinaus ist sie als freiberufliche Referentin für Schülerprojekte, Elternabende, Fortbildungen zu aktuellen Medienthemen tätig.  Außerdem erstellt sie individuelle Medienbildungskonzepte für Schulen.
Mehr Infos: www.angelika-beranek.de

Jürgen Ertelt, Projektkoordinator youthpart.de  – Jugendbeteiligung in der digitalen Gesellschaft IJAB.de – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V

Jona Hölderle, www.pluralog.de, berät gemeinnützige Organisationen bei ihren Social-Media-Aktivitäten. Vor seiner Selbstständigkeit war er im Jugendrat Freiburg und bei der Jugendpresse Deutschland aktiv. Ehrenamtlich engagiert er sich für Jugendfotos.de, der Community für junge Fotografen, die er 2005 mitgegründet hat.

Verena Ketter, Dipl.-Soz.-päd. (FH), M.A. Media Education. Tätig als Medienpädagogin im Amt für Soziale Arbeit Wiesbaden im Projekt „wi&you”. Promotion zum Thema „Medienbildung im Kontext von Web 2.0″ bei Prof. Dr. Horst Niesyto, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg.

Max Kreuzwieser, Studierender der Sozialen Arbeit in Düsseldorf und entwickelt jetzt das Baukastensystem für interaktive Stadtspiele beim Jugendring Düsseldorf

Ursula Krüger, Erzieherin, langjährig in der Jugendverbandsarbeit in Düsseldorf tätig, Sie war maßgeblich am Aufbau der „Spielerei“ in Düsseldorf beteiligt und entwickelt jetzt das Baukastensystem für interaktive Stadtspiele beim Jugendring Düsseldorf

Torben Stichling, Studierender der Sozialwissenschaften in Düsseldorf und entwickelt jetzt das Baukastensystem für interaktive Stadtspiele beim Jugendring Düsseldorf

Nadine Tournier ist seit 2009 Diplom Sozialpädagogin und arbeitet in einem Jugendzentrum in Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Medien. Neben der Planung und Durchführung zahlreicher medienpädagogischer Projekte für Kinder und Jugendliche, promoviert Frau Tournier seit 2011 extern an der Universität Trier zum Thema „Vernetzte Jugendwelten zwischen digitaler In- und Exklusion –Onlinebasierte Netzwerke als Vermittlungsinstanz sozialer Ungleichheit“.

Anmeldung
Ihre Anmeldung senden Sie bitte per Fax oder Email bis zum, 18.05.2012 an den Jugendring Düsseldorf.
Email: info@jugendring-duesseldorf.de
Fax: 0211 / 8929047

Für die Teilnahme an der Fachtagung beträgt der Teilnahmebeitrag:
5 € für Inhaber der JuLeiCa
10 € für alle Anderen
Im Teilnahmebeitrag sind der Mittagsimbiss und Tagungsgetränke enthalten. Bitte zahlen Sie den Teilnahmebeitrag am 2. Juni bei der Anmeldung in bar.

Fachtag Völlig vernetzt

Fachtag Völlig vernetzt

Konferenz der Großstadtjugendringe 2012

Bei der diesjährigen Konferenz der Großstadtjugendringe vom 16.  bis 18. März in Mainz und Wiesbaden bearbeiteten  die Stadtjugendringe das Thema “Inklusion in der Jugendverbandsarbeit” . Eine kleine Impression von der Tagung:

Impression von der Tagung der Großstadtjugendringe

Es geht um das Thema Inklusion in der Jugendarbeit

Der Beigeordnete Kurt Merkator

Kurt Merkator, Beigeordneter Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit der Stadt Mainz

für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit der Landeshauptadt Mainz begrüßte die Stadtjugendringe der deutschen Großstädte beim ersten Tag der Konferenz im Tagungshaus am Mainzer Dom.

Der Oberbürgermeister Dr. Müller und der Dezernet für Jugend, Soziales, Wohnen und Stadterneuerung, Axel Imholz, der Landeshauptstadt Wiesbaden,

Dr. Müller, Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden

wiesen in ihrer Begrüßung, am 2. Konferenztag der Großstadtjugendringe in Wiesbaden, auf die Bedeutung der Inklusionsdebatte in der Jugendverbandsarbeit hin.

Inklusion – Migration – Integration?


„Palimpalim, die Tür geht auf und ein Migrant kommt rein“

Mit diesem provokanten,  selbstkritischen und satirischen Bild widmete sich Prof.  Dr. Paul Mecheril von Fakultät für Pädagogik der Universität Oldenburg   der Frage „Inklusion statt Integration – was heißt das für die Kinder- und Jugendverbandsarbeit?”

Prof. Dr. Mecheril und Ansgar Drücker

3 Fragen stellte er in den Raum die sowohl aus einer Binnensicht wie aus externer Perspektive auf je konkrete pädagogische Situationen bezogen werden können:

a) In welcher Weise schließt das pädagogische Tun/der pädagogische Ort das kulturell Andere aus?

b) In welcher Weise produziert das pädagogisches Tun das kulturell Andere?

c) Wie könnte an diesem pädagogischen Ort ein kommunikativer Einbezug des kulturell Anderen aussehen, der das Andere nicht nötigt, sich als Andere darzustellen, und zugleich die Freiheit gewährt, sich als Andere darzustellen?

Weiter stellte er die Frage, was kann eine inklusive Pädagogik in einer nicht inklusiven Gesellschaft bewirken?

Mit der These, “auch Exklusion ist notwendig schafft aber auch Reproduktion”, beschreibt Mecheril die Forderung nach einer professionellen Diskriminierungskritik und zeigt auf das  Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion.

“Migration gibt es schon immer” so seine Ausführungen
“als moderner  Einfluss auf eigene Selbstbestimmung, als Zeichen von ungleichem Zugang zu Ressourcen und als Ausdurck einer geschrumpften Welt”.

Ansgar Drücker ist Geschäftsführer des bundesweit tätigen Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e. V. (IDA)

Seine  Ausführungen stellten  die Frage, inwieweit Jugendverbände mit ihrer Exklusivität in einer inklusiven Gesellschaft gerecht werden können.

Seine folgende Thesen zur  Ausrichtung einer inklusiven Aufgabenstellung von Jugendringen sollten Beachtung finden. Denn wie sagte schon der Unternehmer Philip Rosenthal:  “ Man muss sich nicht verändern. Überleben ist keine Pflicht.”

Stadtjugendringe, die sich in ihrer Offenheit für MigrantInnenjugend-selbstorganisationen den gesellschaftlichen und demografischen Realitäten – mit welchen noch so berechtigten formalen Argumenten auch immer – nicht zu stellen bereit sind, stellen ihre monopolartige Stellung selbst in Frage und tragen dazu bei, dass möglicherweise Strukturen und Förderungen außerhalb ihres Einflussbereichs entstehen.”

Ebenso sollten sich Jugendringe über ihre Chancen Gedanken machen:
“Stadtjugendringe könnten – besser als manche Freiwilligenagentur – insbesondere, aber nicht nur für junge Menschen mit Migrationshintergrund eine gute erste Anlaufstelle zur Orientierung in der vielfältigen Jugendverbandslandschaft sein. Die zugespitzte Frage ist, wie Stadtjugendringen es bisher verhindern oder erreichen, dass sich junge Menschen direkt bei ihnen melden, um mehr über die Jugendverbände zu erfahren.”

...gesehen während der Tagung am Mainzer Dom. Vielleicht auch ein Bild zur Inklusion, des Zugangs zur Teilhalbe innerhalb der katholischen Kirche?

Eine ausführliche Dokumentation der Tagung folgt in Kürze.