Archiv für Juni 2011

Großstadtjugendringe präsentieren ihre Arbeit beim 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Stuttgart

Usbekische Delegation am Jugendringstand

Jugendverbände setzen ihren Bildungsauftrag um.
Die Selbstorganisation von Jugendlichen ist ein Wesensmerkmal ihrer Arbeit. Mit der Präsens der Jugendverbände im Sozialraum fördern die Jugendverbände das ehrenamtliche, freiwillige untentgeltliche Engagement von Jugendlichen und bieten Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für

Jugendbeteiligung.

Die Jugendringe haben durch die Vielfalt der in ihnen organisierten Verbände und durch die Basis eine große Kompetenz in vielen Arbeitsgebieten.

Am Stand der Großstadtjugendringe auf der Fachmesse des Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags informieren sich interessierte Kolleginnen und Kollegen aus der Jugenhilfe über die Arbeit der Jugendringe und der verbandlichen Jugendarbeit.

Beratung am Stand der Großstadtjugendringe

Großstadtjugendringe beim 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Vom 7.-9. Juni auf der Landesmesse Stuttgart

Unter dem Motto „Kinder-Jugend-Zukunft: Perspektiven entwickeln – Potenziale fördern!“  mit interessanten Themen in den über 200 Fachveranstaltungen und Fachforen

u.a.

- “Interkulturelle Öffnung von Jugendverbänden”

- “Partizipation von Migrantenjugendorganisationen in Deutschland”

- “Kooperation Jugendarbeit und Schule in Baden Württemberg”

Besuchen Sie den Stadtjugendring Stuttgart in der Fachmesse am Stand 385 der Großstadtjugendringe.

Wir sind auch mit einer Bustour mit dem Thema “Auf den Spuren des Dritten Reiches” im Rahmen der Politisch-historischen Jugendbildung dabei.

Tour 11 am Mittwoch, 8. Juni, Abfahrt 13 Uhr  Messe (Rückkehr ca. 17 Uhr)

Der Einritt ist frei.

Das ganze Programm der Fachmesse als Link unter www.sjr-stuttgart.de

Konferenz der Großstadtjugendringe 2011 in Düsseldorf. Thema “Jugendverbandsarbeit und Schule”

„Wir stürmen die Burg Schule“
Bildung ist mehr als Schule

Konferenz der Großstadtjugendringe vom 01. – 03. April 2011 in  Düsseldorf.
Die Diskussion um die Bildung von Kindern und Jugendlichen ist in vollem
Gang. Nach Pisa-Schock und anderen internationalen Vergleichen, der
fast flächendeckenden Einführung von G8 wird nun um einen verstärkten
Einstieg in einen Ganztagsschulbetrieb gerungen.
Die Diskussionen um Kooperationsformen zwischen den Jugendverbänden und Schulen gibt es nun schon mehr als ein Jahrzehnt. In vielen Bundesländern gab es und gibt es verschiedene Modellkooperationen, die von den Kooperationspartnern unterschiedlich bewertet werden. Jugendverbände und Jugendringe versuchen im
Augenblick Antworten auf die Veränderungen der lokalen Bildungslandschaften zu finden. Kinder und Jugendliche haben durch G8, Ganztagsschule und gestiegene Bildungsanforderungen ein geringeres Zeitbudget, Studierende als ehrenamtliche Mitarbeitende in den Jugendverbänden können sich durch Bachelor-Studiengänge und Studiengebühren immer schwieriger in den Verbänden engagieren.
Die Jugendverbände und Jugendringe stehen vor einer Entscheidungsfindung. Gibt es Kooperationsmöglichkeiten für die Jugendverbände mit dem System Schule oder stehen die Prinzipien Freiwilligkeit und Selbstorganisation einer Kooperation grundsätzlich im Weg.

Ergebnis

Aufgabenstellung:

Was müssen wir als jugendpolitische Forderung an die zukünftigen Bildungslandschaften formulieren? – Welche Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit von Jugendverbandsarbeit und Schule sehen wir?

a) Wir gehen davon aus, was Kinder und Jugendliche notwendig brauchen. Das Kind steht im Mittelpunkt, nicht eine Bildungsinstitution, oder die beteiligten Bildungspartner.

b) Jugendverbände bringen als Bildungspartner ihre spezifischen Stärken ein. Dazu zählen wir Freiwilligkeitsprinzip, Identifikation, Partizipation, Sozialkompetenzentwicklung, forschende und eigenverantwortete Bildung, …

Forderungen:

-        Bildungslandschaften müssen dezentral und von verschiedenen Bildungspartnern gemeinsam und in Interaktion gestaltet werden.

-        Die Sicherstellung angemessener räumlicher, materieller und personeller Ressourcen sind Voraussetzung für die erfolgreiche Gestaltung einer Bildungslandschaft und einzelner Partnerschaftzskonzepte.

-        Schule als Bildungsort braucht Freiräume und Rückzugsräume.

-        Träger stellen eine ganzheitliche Pädagogik am Bildungsort sicher. Ihre Angebote müssen sowohl innerhalb als auch außerhalb von Schule ahrgenommen werden können.

-        Die Dauer von formaler Bildungszeit muss orientiert werden an einem Ausbleiben von Überforderung und Freiräume bieten für nonformale Bildungszeit.

-        Ganztagsschulen müssen auf ein Ende um 16 Uhr begrenzt sein.

-        In Rahmenkonzepten muss sicher gestellt werden, dass ehrenamtliche Jugendleiter frei gestellt werden, auch für Tätigkeiten an anderen Schulen, als der eigenen.

-        Die Weisungsbefugnis für den Ganztagsbereich müssen beim betreffenden Bildungspartner liegen.

-        Bei der Auswahl des kooperierenden Trägers für den offenen Ganztag muss ein Vorrang bei lokal verankerten Trägern liegen.

-        Eine kriterienorientierte standartisierte Evaluation soll sicher gestellt werden.

-        Es braucht unabdingbar Planungs- und Handlungssicherheit für alle Bildungspartner über mehrjährige Vereinbarungen mit Kündigungsfristen.

-        Jugendverbänden muss die Möglichkeit gegeben werden ihre spezifischen Stärken in die Bildungslandschaften einzubringen.