Archiv für die Kategorie „Jugendverbandsarbeit“

Jugendringe sind kompetente Partner*innen der Jugendhilfeplanung

Auf der diesjährigen Tagung der Großstadtjugendringe vom 05. – 07. Mai in Wolfsburg diskutierten die Vertreter*innen aus den Kommunen intensiv über die Ergebnisse des 15. Kinder- unjd Jugendberichtes. Dabei haben sie dann eine Position zur Beteiligung von Jugendringen an den Prozessen der Jugendhilfeplanung erarbeitet:

Jugendringe sind kompetente Partner*innen der Jugendhilfeplanung

Die Vertreter*innen der Großstadtjugendringe, die sich zu ihrer Tagung vom 5. – 7. Mai 2017 in Wolfsburg zusammengefunden haben, nehmen das Thema „Jugend ermöglichen“ des 15. Jugendberichtes der Bundesregierung auf und nehmen zu ihrer Rolle in der Jugendhilfeplanung wie folgt Stellung:

Jugendliche organisieren sich selbst – unter anderem in Gruppen, Initiativen, Vereinen, Verbänden und Einrichtungen. Diese organisieren sich gemeinsam und unabhängig in Zusammenschlüssen wie Jugendringen.

Jugendringe sind und verstehen sich als Sprachrohr dieser sich selbst organisierenden Jugend. Sie repräsentieren die Vielfalt der Werte, an denen sich Jugendliche in unserer Gesellschaft orientieren.

Wir sind Experten und Expertinnen für Fragen und Herausforderungen, die sich den Jugendlichen in Bezug auf das Hineinwachsen in unsere Gesellschaft stellen. Insbesondere handelt es sich dabei um Qualifizierung, Verselbständigung und Selbstpositionierung. Jugendliche dabei zu unterstützen ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die sich vor allem in der Jugendhilfeplanung realisiert.

Jugendringe besitzen als fachpolitische Arbeitsgemeinschaften und Interessenvertretungen wesentliche Kompetenzen und Erfahrungen für eine qualifizierte Beteiligung und Mitarbeit in Prozessen kommunaler Jugendhilfeplanung. Dies sind unter anderem:

• Fundierte, bestehende Netzwerke und Beziehungen in unterschiedliche Geschäftsbereiche der Kommunalverwaltung sowie lokaler Zivilgesellschaft und Partner in den Sozialräumen

• Experten für strukturierte Kinder- und Jugendbeteiligung, Räume für junge Menschen in der
Gesellschaft direkt und im übertragenen Sinne

• Wir arbeiten dabei partnerschaftlich und langjährig mit dem*der örtlichen, öffentlichen Träger*in zusammen

• Weitreichende Fachexpertise in Steuerungsfragen in der Kinder- und Jugendhilfe (Verantwortliche Qualitätsentwicklung, Evaluation, Controlling, Beteiligung…)

Deshalb sind Jugendringe als kompetente Partner in den Strukturen kommunaler Jugendhilfelandschaften zu verorten (u.a. Mitarbeit in den Arbeitsgemeinschaften nach §78 SGB VIII, Jugendhilfeausschüssen und Unterausschüssen).

Um diese Fülle an verantwortungsvollen Aufgaben erfüllen zu können, ist eine verlässliche Förderung von Strukturen, flächendeckendes Personal für die Jugendringe, wie auch eine strukturierte Einbindung in kommunale Planungsprozesse unabdingbar.

Die Jugendringe begrüßen entsprechende Initiativen der Kommunen, die kontinuierliche Einbindung von Jugendringen sachgemäß zu fördern und anzuerkennen.

Fachkongress Kinder- und Jugendarbeit 2016

  • Vom 26. bis 28. September 2016 wird an der Technischen Universität Dortmund der Bundesweite Fachkongress Kinder- und Jugendarbeit 2016 stattfinden.
  • Nach 2002 ist dies der zweite bundesweite Kongress, auf dem hauptberufliche und freiwillige Mitarbeiter(innen), Studierende und Wissenschaftler(innen) sowie Vertreter(innen) der Institutionen und Organisationen und auch der Politik und Verwaltung gemeinsam über Gegenwart und Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit nachdenken und diskutieren.
  • In Vorträgen, Streitgesprächen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Projektpräsentationen sollen sowohl die Praxis der Kinder- und Jugendarbeit als auch fachtheoretische Debatten ihren Raum finden.
  • Themen werden unter anderem sein:
    • Lebensphase Jugend
    • Entgrenzung der Kinder- und Jugendarbeit
    • Freiwilliges Engagement und Hauptberuflichkeit
    • Digitalisierung
    • Diversität und Inklusion
    • Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft
  • Anregungen und Themenvorschläge nimmt das Projektteam des Forschungsverbunds Deutsches Jugendinstitut/TU Dortmund gerne entgegen:
    info@fachkongress-jugendarbeit.de
    Tel. 0231 755-6585

Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Kongressprogramm folgen.

Hier die Webadresse: http://www.fachkongress-jugendarbeit.de/ (Die

Hallo! – Willkommen in Bochum“ Broschüre für Flüchtlingsjugendliche

Die Willy-Brandt-Gesamtschule und der Kinder- und Jugendring haben in einem gemeinsamen Projekt die Broschüre „Hallo! – Willkommen in Bochum“ für Flüchtlingsjugendliche erarbeitet. Mit der Broschüre soll der Neustart und die Orientierung von jungen Flüchtlingen in Bochum erleichtert werden.

Für Mädchen und Jungen, die durch Flucht und Vertreibung in unsere Stadt gekommen sind, ist alles neu und unbekannt. Sie müssen sich an ein neues Zuhause und eine neue Umgebung gewöhnen, eine neue Sprache erlernen und sich in einem fremden Schulsystem zurechtfinden.

Die Jugendlichen haben dramatische und vielfach auch traumatisierende Erlebnisse hinter sich gebracht und sie sollen sich in einer fremden Stadt wohl fühlen. Dies ist nicht nur für die Neuankömmlinge, sondern auch für die bestehende Schulgemeinschaft eine große Herausforderung.

„Hallo“ ist interaktiv angelegt. Jede Schule kann das Heft gemeinsam mit jungen Flüchtlingen individuell gestalten. Damit dies auch bei anfänglichen Sprachproblemen möglich ist, sind Teile von „Hallo“ in drei Sprachen (arabisch, englisch, russisch) übersetzt. Besonders wichtig ist jedoch, dass mit dem Arbeiten im Heft der Erwerb der deutschen Sprache gefördert wird.

„Hallo“ kann im Sprachunterricht, in den Integrationsklassen und bei der Begleitung der jungen Flüchtlinge durch Schulsozialarbeiter_innen eingesetzt werden.

Die Broschüren können kostenlos in der Geschäftsstelle des Kinder- und Jugendrings Bochum (0234-438809-30, info@jugendring-bochum.de) bestellt werden.

„Hallo! – Willkommen in Bochum“ >>>hier klicken<<< (25MB)

Für den Stadtjugendring Stuttgart ist die AfD nicht wählbar!

AfD ist nach Ansicht des Stadtjugendring Stuttgart eine rechtsradikale Partei.

In Baden-Württemberg scheinbar moderat, zeigt die AfD in vielen Auftritten Ihrer AnführerInnen ihr wahres Gesicht.

„Nationalistische und totalitäre Ansichten von Frauke Petry, Höcke, Beatrix von Storch und Konsorten haben in unserer Gesellschaft keinen Platz“, so Jörg Titze, der Vorsitzende des Stadtjugendrings.

„Dass die selbsternannte AfD keine wirklich Alternative für Deutschland ist, haben inzwischen viele Organisationen und Parteien glücklicherweise erkannt.

Seit der Spaltung der AfD ist auch die demokratische Maske der AfD gefallen und inzwischen zeigen die Führungskräfte ungeniert die rechtsradikale und menschenverachtende Fratze dieser Partei“, so Titze weiter.

„Als Stadtjugendring und als freier Träger der Jugendarbeit schließen wir jegliche Zusammenarbeit mit dieser rechtsradikalen Partei aus“, so Jörg Titze, 1. Vorsitzender des Stadtjugendrings.

„Wer die unterschiedlichen Lebenslagen aller Menschen nicht im Blick hat, und zwischen wertig und ungleichwertig unterscheidet, stellt sich abseits jeglichen Demokratieverständnisses. Wer, wie Beatrix von Storch, Menschen, die ihr Zuhause im Krieg verloren haben, als Angreifer bezeichnet und sie mit Schusswaffen daran hindern will, in einem sicheren Land Hilfe zu bekommen, ist jenseits jeden menschlichen Gewissens angelangt“, so Titze weiter.

Ausdrücklich unterstützen wir die Aussagen des katholischen Stadtdekans Hermes vom 2. Februar, der klar Stellung gegen die Politik der AfD bezogen hat.

Es wäre zu wünschen, wenn andere Einrichtungen seinem Beispiel folgen würden.

„Dem Hass und der Ausländerfeindlichkeit versucht der Stadtjugendring im Interesse der Jugend mit allen Kräften in seinen Maßnahmen entgegenzuwirken, bei den Alternativen Stadtrundfahrten und –rundgängen, in der Mitarbeit beim Hotel Silber, in der Beratungsarbeit gegen Rechts oder seit über 30 Jahren in der Interkulturellen Arbeit. Und das hat sich in Stuttgart bewährt“, ergänzt Rainer Mayerhoffer, Geschäftsführer des Stadtjugendrings.

Kinder- und Jugendförderplan 2015-2020 für Düsseldorf

Im Sommer diesen Jahrers hat der Rat der Stadt Düsseldorf den neuen Kinder- und Jugendförderplan 2015 – 2020 einstimmig verabschiedet. Der Plan sieht viele Verbesserungen für die Jugendverbandsarbeit in den nächsten 6 Jahren vor. Die Bildungsarbeit des Jugendringes und der Jugendverbände wird gestärkt. Das freiwillige Engagement von Jugendlichen jungen Erwachsenen soll stärker in die Betrachtung von Politik und Öffentlichkeit gelangen. Die Betieligung von Kindern und Jugendlichen soll mit einem U-27-Check(Arbeitstitel) verbessert werden.
Wer sich für die Einzelheiten interessiert, hier gibt es die Datei: Jugendhilfeplanung 2015-2020

Jugendringe als jugendpolitische Interessenvertretung – wie gelingt jugendpolitische Teilhabe ?

Die Konferenz der Großstadtjugendringe wird sich vom 20.3.-23.3. 2015 in Magdeburg  mit dieser Fragestellung beschäftigen.

Konferenz 2015

“Keine Zeit für Jugendarbeit” Fachtagung am 13.März in Düsseldorf

„Keine Zeit für Jugendarbeit!?“-Rahmenbedingungen für das freiwillige Engagement von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Jugendverbänden und im Sport.13. März 2015 15.30 Uhr – 19.00 Uhr im Haus der Jugend, Lacombletstr. 10, 40239 Düsseldorf

Bleibt im Leben Jugendlicher– neben G8, Ganztagsschule, den Möglichkeiten des Web 2.0, Bachelor-Studiengängen u.a. – noch ausreichend Zeit für die Teilnahme und das ehrenamtliche Engagement in der Jugendarbeit? Und was tun Jugendverbände (-initiativen und -vereine), um mit möglichen Veränderungen im Leben Jugendlicher umzugehen?

Aber auch die Sportvereine in Düsseldorf müssen sich den Herausforderungen mit den Veränderungen im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen stellen.

In der Studie „Keine Zeit für Jugendarbeit“ des Deutschen Jugendinstitutes (DJI) und der TU Dortmund wurden den Veränderungen im Engagement mit einer breit angelegten Studie nachgegangen. Karin Wehmeyer, Mitautorin stellt die Studie, die Ergebnisse und mögliche Konsequenzen für die Jugendarbeit vor.

Die Veränderungen wurden in den Sportvereinen und Jugendverbänden wahrgenommen und man versucht, mit Modellprojekten Antworten auf die veränderte Situation zu finden. Auf der Tagung werden zwei Projekte vorgestellt:

1. Landessportbund NRW: „Junges Ehrenamt“

2. SJD – Die Falken, Düsseldorf: #Kellerkinder

Die Jugendverbände und die Sportvereine werden die Veränderungen in Schule und Studium nicht wieder rückgängig machen können. Sie können nur auf die veränderten Rahmenbedingungen hinweisen und in der Politik, in der Schule und an den Universitäten Unterstützung des freiwilligen Engagements von jungen Menschen einfordern.

Zum Abschlussder Fachtagung möchten wir mit Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen der Stadt Düsseldorf diskutieren, wie wir gemeinsam die Rahmenbedingungen für „Junges Engagement“ verbessern können.

Die Fachtagung ist eine gemeinsame Veranstaltung des Jugendringes, des Jugendamtes und des Stadtsportbundes/Sportjugend der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Programm:

15.30 Uhr          Kaffee und Kuchen

16.00 Uhr          Begrüßung durch den Stadtsportbund und den

Jugendring

16.10 Uhr          „Keine Zeit für Jugendarbeit“

Input Karin Wehmeyer

17.00 Uhr          2 Best-Practice Beispiele:

1. Landessportbund: „Junges Ehrenamt“

2. SJD – Die Falken

18.00 Uhr          Gesprächsrunde mit

Burkhard Hintzsche (Jugend- und Sportdezernent)

Ursula Holtmann-Schnieder (Vors. Jugendhilfeausschuss)

Christian Banz (Vors. Jugendring)

Vertreter Stadtsportbund

19.00 Uhr          Ende

Wir möchten Sie/Euch bitten, sich für die Fachtagung entweder per Mail (Stichwort: „Keine Zeit …) an info[at]jugendring-duesseldorf.de oder per Fax unter 0211/8929047 bis zum 9. März anzumelden.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme von jungen und älteren Menschen aus den Jugendverbänden, den Sportvereinen, der Kommunalpolitik und Verwaltung.

Jugendbefragung Wolfsburg

Der Fragebogen und die Ergebnisse der Jugendbefragung in Wolfsburg sind verfügbar:

- Hier geht es zum Fragebogen

- Hier kann man die Ergebnisse herunterladen.

„Bildung ist vor Ort erlebbar“ – Die Dokumentation zum Bildungsprojekt „wir hier“

Jugendverbände und –initiativen sind wichtige Akteure im Bereich der außerschulischen Jugendbildung. Dies zeigt auch unsere gerade fertiggestellte Dokumentation.

Darin sind Ergebnisse einer Befragung zu den Bildungsangeboten und –leistungen der verbandlichen Jugendarbeit in Bochum veröffentlicht, an der alle Mitgliedsverbände und der Jugendring selber teilgenommen haben.

Darüber hinaus wird erläutert, was „Kommunale Bildungslandschaften“ sind und warum die verbandliche Jugendarbeit unbedingt dazugehört und eine wichtige Rolle mit ihren Lern- und außerschulischen Bildungsorten spielt.

Es werden aus Sicht der verbandlichen Jugendarbeit wichtige Aspekte der Bochumer Bildungslandschaft angesprochen, bei denen  es um die gerechte Verteilung von Bildungschancen in Bochum, die unterschiedlichen Aufgaben der einzelnen Bildungsakteure wie auch um Kooperationen bei der Bildungsarbeit geht.

Zusätzlich gibt es einen Überblick zu Schwerpunkten und Besonderheiten in den Bildungsangeboten der einzelnen Verbände und Initiativen im Jugendring sowie ein aktuelle Adressliste.

Die Broschüre kann beim Kinder- und Jugendring Bochum bestellt werden. Sie steht aber auch als Download zur Verfügung.

Ergebnis aus der Arbeitstagung der Großstadtjugendringe in Kassel

Pressemitteilung

Großstadtjugendringe benennen akuten Handlungsbedarf für Städte und Ballungsräume.

Auf der Arbeitstagung der Großstadtjugendringe, am 21. November d.J. in Kassel, wurden Themen benannt, die aus Sicht der Großstadtjugendringe bundesweit im Fokus und in der Diskussion stehen bzw. aktuten Handlungsbedarf für die Jugendhilfe bedeuten.

1. Flüchtlinge / Zuwanderung in Großstädten
2. Interessenvertretung und Teilhabe von Jugendlichen
3. Rechtsextremismus
4. Überschuldete Kommunen

Festgestellt wurden mit diesen vier Themenbereichen zugleich eine Aufforderung an die Politik und Verwaltungen der Großstädte und Ballungsräume sich damit verstärkt auseinander zu setzen. Jugendringe und Jugendverbände werden sich hierbei beteiligen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten einbringen.
Wie, das werden die Großstadtjugendring in der Konferenz vom 20. bis 22. März in Magdeburg genauer erörtern.
Das Thema der Tagung wird sich mit den „Jugendringen als jugendpolitische Interessenvertretung“ beschäftigen und „wie jugenpolitische Teilhabe gelingt und organisiert werden kann“. Teilhabe gelingt nur im Netzwerk aller Akteure. Deshalb wurde beschlossen den Deutschen Städtetag zu dieser Tagung einzuladen. www.jugendring.de