Im Interesse von Kindern und Jugendlichen – Jugendringe in NRW

Acht Jugendringe haben zusammen mit dem Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut / Technische Universität Dortmund und dem Landesjugendring NRW eine Publikation erstellt, die die vielfältigen Aufgaben und Leistungen der Jugendringe in den Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens vorstellt.

In der Publikation werden 29 innovative Jugendringsprojekte – davon 5 aus Bochum – und zwei wissenschaftliche Untersuchungen zur Situation der Jugendringe und zu ihrer Bedeutung für ihre Mitgliedsverbände vorgestellt.

“So entsteht ein Gesamtbild der Jugendringsarbeit in Nordrhein-Westfalen. Es wird deutlich, wie Veränderungen der jugendlichen Lebenswelten diese Arbeit in den letzten Jahren vor Herausforderungen gestellt haben, die zu einer starken Erweiterung ihres Angebots- und Themenspektrums geführt haben und vor welchen Aufgaben die Jugendringe zukünftig noch stehen werden.
Deutlich wird beim Blick in diese Publikation, dass kein Zweifel daran besteht, dass sich die Jugendringe diesen Herausforderungen stellen werden und dabei doch immer ihren Hauptaufgaben treu bleiben: Die Belange ihrer Mitgliedsverbände und die Interessen der Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen wirksam zu vertreten” (vgl. “Im Interesse von Kindern und Jugendlichen – Jugendringe in NRW”, 2011, Klappentext).

Die Publikation der Jugendringe als PDF hier

Was Jugend BeWegt!

Themen und Anliegen Jugendlicher in Baden-Württemberg 2011.

Dokumentation und Auswertung der Zukunftskonferenzen im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011.


Die Zukunftskonferenzen wurden u.a. von den GroßstadtJugendRingen Stuttgart und Mannheim durchgeführt.

Dokumentation der Zukunftskonferenzen als (PDF)

Interkulturelle Öffnung in der verbandlichen Jugendarbeit

Interkulturelle Öffnung des Bunds Deutscher PfadfinderInnen

1948 wurde der BDP als ein traditioneller, überkonfessioneller Pfadfinderverband gegründet. Keiner Erwachsenenorganisation unterstellt und verpflichtet, wehte der Wind der Jugend- und StudentInnenbewegung in den 60er Jahren stärker durch den BDP als durch andere Jugendorganisationen und brachte Bewegung in den Verband. Basisdemokratische Strukturen und politisches Engagement wurden gefordert, antiautoritäre Experimente gestartet. Die folgenden Diskussionen über die neuen Pfade des Verbandes führten 1972 zur Spaltung des BDP, indem der traditionelle Flügel den BDP verließ und sich als BdP [Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder] neu konstituierte. Der BDP (mit großem D und großem I) legte nun den Pfadfinderschwur und die Kluft ab und beschritt neue Wege. Neben der klassischen ehrenamtlich organisierten Jugendgruppenarbeit engagierte sich der Verband auch in den Feldern offene Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Sozialarbeit mit unterschiedlichen Bildungsprojekten. Dabei ist von der traditionellen Pfadfinderarbeit vieles übernommen und weitergeführt worden. In Hessen gibt es die ausgeprägteste Jugendverbandsstruktur. In Bremen und Berlin engagiert sich der Verband in der Jugendsozialarbeit und in der offenen Jugendarbeit, was gute Voraussetzungen für das Thema interkulturelle Öffnung bietet – mit einem Schwerpunkt auf Freizeitangeboten. Pfadfindertechniken werden weiterhin vermittelt. Es gibt gemeinsame Fahrten, Lager und internationale Begegnungen. Die Spurensicherung in der Natur wurde erweitert um politische Erkundungen, die Erkundung historischer und politischer Spuren am Wohnort oder im Ausland. In Seminaren und Workshops kann man sich qualifizieren, zur Gruppenleiterin und zum Gruppenleiter ausbilden lassen, oder einfach nur neue Einblicke gewinnen, diskutieren und Neues ausprobieren.

Das Thema „Interkulturelle Jugendarbeit“ stand 2010 im Mittelpunkt. Neben einem Arbeitskreis Migration gab es unterschiedliche Aktionen und Veranstaltungen zum Thema. Es wurden Publikationen, Poster und Postkarten zu Themen wie Israel/Palästina, Vorurteile und Bildung publiziert. Der Bund Deutscher PfadfinderInnen in Bremen beschäftigt sich eher mit rassismuskritischer Jugendarbeit und organisiert auch Fachveranstaltungen zu diesem Thema.

Die Finanzierung der Aktivitäten zur interkulturellen Öffnung des BDP erfolgte aus der Regelförderung des Kinder- und Jugendplanes des Bundes ohne zusätzliche Mittel; jedoch gab es eine Evaluation.

Offen Fragen:
Wie gewinnt man einzelne Gruppen in Verbänden für das Thema  und welche ggf. andere Herangehensweise für die Gewinnung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund können entwickelt werden?

Neben den konventionellen Zugängen der Jugendverbandsarbeit sollten die Zugänge über die offene Jugendarbeit stärker genutzt werden.
Berührungspunkte zwischen offener Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit aufzugreifen, dies wurde im BDP besonders in einem Projekt zur Mädchenarbeit realisiert.

Wirkt der Verbandsname „Bund Deutscher PfadfinderInnen“ eher abschreckend für bestimmte Gruppen oder Milieus? Wie offensiv geht der BDP im interkulturellen Kontext mit seiner verbandlichen Identität um?

Es stellt sich möglicherweise die Frage, ab wann man beginne seine verbandliche Identität zu verlassen, um Offenheit nach außen zu signalisieren, aber gleichzeitig Gefahr laufe sein Profil zu verlieren. Dann könne es zu einem Problem werden, wenn der Name und das Etikett nicht mit der Veränderung bzw. Identität eines Verbandes einhergingen. Dies bedeute dann beispielsweise für den BDP, dass er seine Öffentlichkeitsarbeit so ausrichten müsste, dass seine speziellen und für ihn typischen Angebote hervorgehoben werden, jedoch ohne gleichzeitig eine bewusst oder unbewusst abgrenzende Wirkung zu erzielen.

Der BDP rückt das Gruppenleben und Gruppenerfahrung in den Vordergrund . In einer vielfältigen Stadt wie Berlin mit einem hohen Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund sei es jedoch in der Tat schwierig mit einer PfadfinderInnen-Verbandsidentität junge Menschen mit Migrationshintergrund zu erreichen.

Mehr zum Thema im Abschussbericht der FH Köln zur Interkulturellen Öffnung in der verbandlichen Jugendarbeit hier als PDF

FH-Koeln_DJI_Abschlussbericht_Forschungsprojekt

Arbeitstreffen der Großstadtjugendringe in Kassel

Freitag, den 18. November – von 12:00 bis 17:00 Uhr
bei der Bundeszenttrale des VCP in Kassel

TOP:
1. Vorbereitung der Großstadtjugendringetagung 2012
2. Austausch über aktuelle Entwicklungen
3. Verschiedenes

Das Arbeitstreffen findet in der Bundeszentrale des Verbandes Christlicher
Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) im Wichernweg 3 am Freitag, den
18. November von 12:00 bis 17:00 Uhr statt.
Wir bitten um Rückmeldung über eure Teilnahme bis zum 04.11.2011.

Großstadtjugendringe präsentieren ihre Arbeit beim 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Stuttgart

Usbekische Delegation am Jugendringstand

Jugendverbände setzen ihren Bildungsauftrag um.
Die Selbstorganisation von Jugendlichen ist ein Wesensmerkmal ihrer Arbeit. Mit der Präsens der Jugendverbände im Sozialraum fördern die Jugendverbände das ehrenamtliche, freiwillige untentgeltliche Engagement von Jugendlichen und bieten Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für

Jugendbeteiligung.

Die Jugendringe haben durch die Vielfalt der in ihnen organisierten Verbände und durch die Basis eine große Kompetenz in vielen Arbeitsgebieten.

Am Stand der Großstadtjugendringe auf der Fachmesse des Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags informieren sich interessierte Kolleginnen und Kollegen aus der Jugenhilfe über die Arbeit der Jugendringe und der verbandlichen Jugendarbeit.

Beratung am Stand der Großstadtjugendringe

Großstadtjugendringe beim 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Vom 7.-9. Juni auf der Landesmesse Stuttgart

Unter dem Motto „Kinder-Jugend-Zukunft: Perspektiven entwickeln – Potenziale fördern!“  mit interessanten Themen in den über 200 Fachveranstaltungen und Fachforen

u.a.

- “Interkulturelle Öffnung von Jugendverbänden”

- “Partizipation von Migrantenjugendorganisationen in Deutschland”

- “Kooperation Jugendarbeit und Schule in Baden Württemberg”

Besuchen Sie den Stadtjugendring Stuttgart in der Fachmesse am Stand 385 der Großstadtjugendringe.

Wir sind auch mit einer Bustour mit dem Thema “Auf den Spuren des Dritten Reiches” im Rahmen der Politisch-historischen Jugendbildung dabei.

Tour 11 am Mittwoch, 8. Juni, Abfahrt 13 Uhr  Messe (Rückkehr ca. 17 Uhr)

Der Einritt ist frei.

Das ganze Programm der Fachmesse als Link unter www.sjr-stuttgart.de

Konferenz der Großstadtjugendringe 2011 in Düsseldorf. Thema “Jugendverbandsarbeit und Schule”

„Wir stürmen die Burg Schule“
Bildung ist mehr als Schule

Konferenz der Großstadtjugendringe vom 01. – 03. April 2011 in  Düsseldorf.
Die Diskussion um die Bildung von Kindern und Jugendlichen ist in vollem
Gang. Nach Pisa-Schock und anderen internationalen Vergleichen, der
fast flächendeckenden Einführung von G8 wird nun um einen verstärkten
Einstieg in einen Ganztagsschulbetrieb gerungen.
Die Diskussionen um Kooperationsformen zwischen den Jugendverbänden und Schulen gibt es nun schon mehr als ein Jahrzehnt. In vielen Bundesländern gab es und gibt es verschiedene Modellkooperationen, die von den Kooperationspartnern unterschiedlich bewertet werden. Jugendverbände und Jugendringe versuchen im
Augenblick Antworten auf die Veränderungen der lokalen Bildungslandschaften zu finden. Kinder und Jugendliche haben durch G8, Ganztagsschule und gestiegene Bildungsanforderungen ein geringeres Zeitbudget, Studierende als ehrenamtliche Mitarbeitende in den Jugendverbänden können sich durch Bachelor-Studiengänge und Studiengebühren immer schwieriger in den Verbänden engagieren.
Die Jugendverbände und Jugendringe stehen vor einer Entscheidungsfindung. Gibt es Kooperationsmöglichkeiten für die Jugendverbände mit dem System Schule oder stehen die Prinzipien Freiwilligkeit und Selbstorganisation einer Kooperation grundsätzlich im Weg.

Ergebnis

Aufgabenstellung:

Was müssen wir als jugendpolitische Forderung an die zukünftigen Bildungslandschaften formulieren? – Welche Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit von Jugendverbandsarbeit und Schule sehen wir?

a) Wir gehen davon aus, was Kinder und Jugendliche notwendig brauchen. Das Kind steht im Mittelpunkt, nicht eine Bildungsinstitution, oder die beteiligten Bildungspartner.

b) Jugendverbände bringen als Bildungspartner ihre spezifischen Stärken ein. Dazu zählen wir Freiwilligkeitsprinzip, Identifikation, Partizipation, Sozialkompetenzentwicklung, forschende und eigenverantwortete Bildung, …

Forderungen:

-        Bildungslandschaften müssen dezentral und von verschiedenen Bildungspartnern gemeinsam und in Interaktion gestaltet werden.

-        Die Sicherstellung angemessener räumlicher, materieller und personeller Ressourcen sind Voraussetzung für die erfolgreiche Gestaltung einer Bildungslandschaft und einzelner Partnerschaftzskonzepte.

-        Schule als Bildungsort braucht Freiräume und Rückzugsräume.

-        Träger stellen eine ganzheitliche Pädagogik am Bildungsort sicher. Ihre Angebote müssen sowohl innerhalb als auch außerhalb von Schule ahrgenommen werden können.

-        Die Dauer von formaler Bildungszeit muss orientiert werden an einem Ausbleiben von Überforderung und Freiräume bieten für nonformale Bildungszeit.

-        Ganztagsschulen müssen auf ein Ende um 16 Uhr begrenzt sein.

-        In Rahmenkonzepten muss sicher gestellt werden, dass ehrenamtliche Jugendleiter frei gestellt werden, auch für Tätigkeiten an anderen Schulen, als der eigenen.

-        Die Weisungsbefugnis für den Ganztagsbereich müssen beim betreffenden Bildungspartner liegen.

-        Bei der Auswahl des kooperierenden Trägers für den offenen Ganztag muss ein Vorrang bei lokal verankerten Trägern liegen.

-        Eine kriterienorientierte standartisierte Evaluation soll sicher gestellt werden.

-        Es braucht unabdingbar Planungs- und Handlungssicherheit für alle Bildungspartner über mehrjährige Vereinbarungen mit Kündigungsfristen.

-        Jugendverbänden muss die Möglichkeit gegeben werden ihre spezifischen Stärken in die Bildungslandschaften einzubringen.

Bundesweite Kindernotruf-Nr. 147

Im 20sten Jahr der UN Kinderrechtskonvention sollten wir auch in Deutschland Initiativen starten, die Kindern einen erleichterten Zugang zur Hilfe und Beratung ermöglicht.

Die Jugendringe der deutschen Großstädte starten deshalb eine Aktion, die eine deutschlandweite Kindernotruf-Nr. fordert.

Nach unseren Recherchen ist die Nr. 147 nicht vergeben.

Die 147 fordern wir deshalb, weil sie auf der Tastatur mit 1 beginnt und in der Anordnung senkrecht für Kinder einfach zu merken ist. Die Schweiz verfügt übrigens schon über einen nationalen Telefonberatungsdienst mit geschützter dreistelliger Nummer 147 nur für Kinder und Jugendliche.

Warum soll dies nicht auch in Deutschland gehen?

In jeder Stadt könnte dann, nach gewählter 147, eine entsprechende Umleitung auf eine lokale Beratungsstelle erfolgen.

Campact – Plattform für politische Entscheidungen

Nimm mit 281.427 Campact-Aktiven Einfluss auf aktuelle politische Entscheidungen.

Wie Campact wirkt, signalisiert schon der Name: Campaign & Action. Campact organisiert Kampagnen, bei denen sich Menschen via Internet in aktuelle politische Entscheidungen einmischen. Wenn Wirtschaftslobbyisten Gesetze diktieren wollen oder im Bundestag die Meinung der Bevölkerung nicht zählt, ist Campact zur Stelle.

Schnelles Handeln verbindet Campact mit phantasievollen Aktionen, die Öffentlichkeit herstellen und Druck auf die Entscheidungsträger ausüben: für eine sozial gerechte, ökologisch nachhaltige und friedliche Gesellschaft.

August 2009: Campact tourt mit einem täuschend echten Castor-Transport durch zwölf Städte und macht das Endlagerproblem zum Thema.
August 2009: Campact tourt mit einem täuschend echten Castor-Transport
durch zwölf Städte und macht das Endlagerproblem zum Thema.

Mehr unter www.campact.de

Ergebnisse des Fachtags “Interkulturelle Öffnung”

Ergebnisse des Fachtags des Stadtjugendrings Stuttgart 28. November 2009 zum Thema “Aufnahme von Vereinen junger Migrantinnen und Migranten in die Jugendringe”

Die Ergebnisse können hier als PDF heruntergeladen oder hier eingesehen werden